Hier finden Sie einige Antworten auf Ihre Fragen zum Thema Süßigkeiten,

Lakritz und deren Zutaten.


Lakritze essen während der Schwangerschaft 

Bei so einer sensiblen und wichtigen gesundheitliche Frage, habe ich gestaunt dass so wenig konkrete Gewichtsangaben über dieses Thema zu finden ist.

Sie können Lakritz auch während der Schwangerschaft genießen, allerdings nur in geringen Mengen. Während der Schwangerschaft sollten sie nicht mehr als die angegebenen Mengen pro Tag zu sich nehmen.

100g Lakritze normal oder

50g Starklakritze - (Erwachsenenlakritz kein Kinderlakritz) Starklakritz.

Meiner Meinung nach, sollten sie als verantwortungsvolle werdende Mutter auf Starklakritz ganz verzichten und die Menge von 100g normaler Lakritze würde ich persönlich um 50% reduzieren.

Nicht in jedem Forum findet man Angaben über die Empfohlene Menge die man zu sich nehmen darf. Deshalb gebe ich hier die beiden Quellen bekannt:

was-wir-essen.de   Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz e. V. / Gefördert durch:

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft

www.bfr.bund.de    Bundesinstitut für Risikobewertung

Schwangere sollten sich beim Verzehr von Lakritz zurückhalten, weil Lakritze Extrakt aus Süßholzwurzel enthalten, das bei übermäßiger Aufnahme den Blutdruck steigern und vermutlich das Risiko für eine Frühgeburt erhöhen kann.

Diese Wirkung ist auf die in Süßholzwurzel enthaltene Substanz Glycyrrhizin zurückzuführen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt Schwangeren deshalb, nicht mehr als 100 mg Glycyrrhizin pro Tag aufzunehmen. Diese Menge ist in etwa 100 g normaler Lakritze bzw. in 50 g Starklakritze enthalten. Starklakritze sollten Sie – wenn überhaupt – nur in sehr geringen Mengen zu sich nehmen. Diese enthalten mehr als 200 Milligramm Glycyrrhizin pro 100 Gramm und müssen in Deutschland als Starklakritz gekennzeichnet sein.


Was ist Maltit

Maltit ist ein Zuckeraustauschstoff der aus Maltose, die aus Mais- und Weizenstärke hergestellt bzw. gewonnen wird. Maltit gehört wie Sorbit, Mannit, Xylit, Isomatt und Erythrit zur Gruppe der sogenannten Polyole und wird vor allem in zuckerfreien und kalorienreduzierten Lebensmitteln z. B. für Diabetiker verwendet.

Die tägliche Höchstverzehrmenge für einen erwachsenen Menschen wird mit ca. 40 g angegeben. Lebensmittel deren Anteil mehr als 10% Zuckeraustauschstoffe beigefügt sind, sind daher mit dem Warnhinweis

„kann bei übermäßigem Verzehr abführend wirken“

zu kennzeichnen.

EU Zulassung E 965 --- Name: Maltit --- Beschreibung: weißes kristallines Pulver, wasserlöslich --- Bemerkungen: Maltit gilt als unbedenklich. 


Was ist Agar Agar

Agar ist ein Verdickungsmittel, Geliermittel was geschmacksneutral ist, grob vergleichbar wie bei uns die Gelatine Verwendung findet. Gelatine wird hauptsächlich aus Knochen von Tieren (Schwein, Rind und sonstigen Tierprodukten) gewonnen und Agar wird aus den Zellwänden einiger Algenarten (Rotalgen) gewonnen und somit kann man es als veganen Ersatz für Gelatine verwenden. Ein halber Teelöffel Agar entspricht ca. vier Gelatine - Blättchen.

Der Name Agar kommt aus dem Malaiischen. Bekannt wurden Agar auch als Japanischer Fischleim, Chinesische oder Japanische Gelatine. In den ostasiatischen Regionen wird Agar seit dem 17. Jahrhundert für die Zubereitung von Speisen eingesetzt und ist ein fester Bestandteil in der Küche. Gelatine ist dort gänzlich unbekannt.

Agar findet immer mehr Anwendungsmöglichkeiten in den Süßwaren, Suppen und Eiscreme Herstellung, die Hersteller in Europa verwenden vorwiegend Gelatine weil der Preis für Agar im Verhältnis sehr hoch ist.  

EU Zulassung: E 406 --- Name: Agar-Agar --- Beschreibung: Agar-Agar ist geruchlos. Bemerkungen: unverdauliches Geliermittel,  gewonnen aus Algen, der Gelidiaceae, Gracilariaceae aus der Familie der Rotalgen.

Reines Naturprodukt. 


Was ist Salmiak

Ammoniumchlorid, bekannt als Salmiak

Salmiaksalz ist ein natürlich vorkommendes Mineral. Das Mineral ist ein Feststoff. Der Name Salmiak leitet sich von „sal ammoniacum“ ab und bedeutet Salz des Ammon, das wiederum auf den antiken Namen der Oase Siwa (Oase des Ammon) zurückgeht. In der Nähe der Oase befanden sich große Salzvorkommen. Ammon ist der Wind- und Fruchtbarkeitsgott der altägyptischen Religion.

Ammoniumchlorid ist ein farbloses, gut wasserlösliches Salz, welches kubische Kristalle bildet.

Verwendung findet Ammoniumchlorid heute unter anderem, in der Medizin als Hustenlöser und in der Süßwarenherstellung, am bekanntesten sind die Salmiakpastillen. Es gibt viele Möglichkeiten der Anwendungen aus den bereichen der Chemischen- und allgemeinen Industrie.

Ab einen Salmiakgehalt von 2% ist Salmiak Kennzeichnungspflichtig.

Erwachsenenlakritz – kein Kinderlakritz - bei über 2 % bis 4,49 % 

Extra Stark, Erwachsenenlakritz – kein Kinderlakritz - bei über 4,49  bis 7,99 %

Ammoniumchlorid - Salmiak sollte nicht mit Ammoniak – Salmiakgeist verwechselt werden.


Was ist Gummi arabicum

Gummi arabicum

wird aus verschiedener Akazien gewonnen, am bekanntesten ist die Senegal- und Verek- Akazie, es gibt aber viele verwandte Arten, die Bäume oder Sträucher wachsen in der Regel wild in der Sahelzone die sich quer durch Afrika zieht, diese Zone hat eine Fläche von ca. 3.000.000 km².

Man schneidet die Baumrinde in einem nach unten gerichteten Winkel ein. Der austretende Milchsaft wird aufgefangen und getrocknet.

Gummi arabicum wird in vielen Bereichen eingesetzt und ist vielseitig anwendbar:

Bereits in der Antike haben die Ägypter und die Chinesen Gummi arabicum verflüssigt und mit Ruß Tinte hergestellt. Im alten Ägypten wurde Gummi arabicum zur Einbalsamierung von Toten verwendet.

In der heutigen Zeit sind die größten Abnehmer die Lebensmittel-, Pharma- und Chemieindustrie. Hervorzuheben in diesen Branchen ist hier die Getränkeherstellung, Süßwarenbereich und in der Medikamentenherstellung.

Als Lebensmittelzusatzstoff wird Gummi arabicum als Verdickungsmittel, Emulgator und als Stabilisator zugesetzt, es ist neutral im Geschmack und Geruchslos.

EU Zulassung: E 414 --- Name: Gummi arabicum --- Beschreibung: Haselnussgroße Harzstücke, Flocken, Körner oder Pulver, Farbe rötlich- bis hellgelb, wasserlöslich. --- Bemerkungen: selten auftretende Überempfindlichkeit. 

Reines Naturprodukt.


Lakritz als Heilmittel

Lakritz wird aus der Süßholzwurzel gewonnen. Die Stauden die Artverwandt mit unserem Schmetterlingsblütler sind, werden bis zu zwei Meter hoch und wachsen vor allem im Mittelmeerraum. Die fingerdicken Wurzeln werden im Herbst geerntet. In einem aufwendigen Verfahren wird aus den Wurzeln schließlich eine schwarze, dickflüssige Masse gewonnen - die Grundlage für Lakritz. Diese Lakritz Grundlagen nahmen seit dem Mittelalter an Bedeutung in dem medizinischen Bereich zu. Apotheker machten daraus Mittel gegen Gelbsucht, Husten, Magenprobleme und sogar gegen die Pest. Lakritz enthält Stoffe, die die Abwehrkräfte stärken.

Die Pharmaindustrie nutzt den Lakritz Bestandteil Glycyrrhizinsäure aber auch als Rohstoff für neuartige Medikamente, unter anderem bei Therapien gegen HIV und gegen die SARS-Vogelgrippe.